Schlagwort-Archiv: Menschen

Wie vom anderen Stern

Fuchskind (www.fuchskind.de)Ich habe lange nichts von Fuchskind geschrieben. Irgendwie hatte ich die Seite aus den Augen verloren, aber dank gutem Website-Konzept geht nichts verloren. Nun habe ich mich mal wieder durch die wunderbaren Comics geklickt und so ganz nebenbei entdeckt, dass Daniela ein Buch über Asperger-Autisten veröffentlicht hat. Für einen Einstieg in die Thematik ist die Online-Version des Comics sehr gut geeignet. “Menschen mit Asperger fühlen sich bisweilen, als kämen sie von einem anderen Stern” schreibt Amazon in der Buchbeschreibung zu “Schattenspringer”.

Doch warum selbst eine Rezension schreiben, wenn das jemand auf tumblr schon viel besser — und quasi aus erster Hand — gemacht hat? Aspergirl: Gelesen, geheult, geliebt. Eine Rezension des Buchs “Schattenspringer” (Panini-Verlag) von Daniela Schreiter.

Sonnenuntergang am Maschsee

Sonnenuntergang am Maschsee
Sonnenuntergang am Maschsee

Die kleinen Wellen platschen ans Ufer, während ich auf der Promenade am Pier 51 sitze. Der Verkehrslärm hinter mir erscheint zeitweilig unnatürlich laut. Eine Gruppe Jugendlicher, dem Klang der Sprache nach sind es Spanier, bittet mich darum, mit ihrem Smartphone ein Foto von ihnen mit der untergehenden Sonne im Hintergrund zu machen. Natürlich sind ihre Gesichter schwarz und sie schaffen es nicht, den eingebauten Mini-Blitz zu aktivieren. Nach einigen Versuchen klappt es aber doch mit der Automatik und sie ziehen fröhlich ihres Weges.

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Palma de Mallorca

Palma
Palma

120 km/h sind als Beschränkung auf Mallorca (möglicherweise sogar in ganz Spanien) für Autobahnen nicht wirklich ein Problem, denn wer von Alcudia bis Palma die längste Strecke in knapp einer Stunde zurücklegen kann, muss nicht wirklich 200 fahren. Demgemäß gibt der Google-Routenplaner unter Android 58 Minuten Fahrzeit vom Hotel bis zum Zentrum von Palma de Mallorca an, und das ist auch nicht unrealistisch. Im Urlaub hat man ja eh Zeit (sollte man zumindest). Auch in Schweden und Dänemark (110 km/h) empfanden wir diese Beschränkung aus dem gleichen Grunde nicht als störend. Ob das so ohne Weiteres auf Deutschland zu übertragen wäre, dürfte in Frage zu stellen sein. Das Argument des Verkehrsministers “das machen alle anderen doch auch” kann ich dann nur mit dem alten Spruch kontern: “Leute, esst (na Sie wissen schon), Millionen Fliegen können nicht irren”.

Abseits der touristischen Wege entwickelt die Altstadt von Palma erst so richtig ihr Flair. Winzige Gässchen mit Häuserwänden, die in den Himmel zu wachsen scheinen und kaum noch Tageslicht hinab lassen, sollten eigentlich ein Gefühl der Enge hervorrufen, doch im Gegenteil entsteht ein fast familiäres Gefühl. Einheimische, die ihrer Arbeit nachgehen und sich an den vereinzelten Besuchern nicht stören, säumen die Wege, und wenn man mal warten muss, weil jemand einen Handkarren umständlich in einen engen Hauseingang manövrieren muss, erntet man sogar ein freundliches “Gracias”. Auch wenn es die übliche Meinung ist, Touristen seien verhasst, man liebe nur ihr Geld, so scheint dies auf die “normalen” Bewohner Mallorcas überhaupt nicht zuzutreffen. Freundlichkeit wird mit Freundlichkeit erwidert. Das typisch mediterrane Laissez-Faire ist auch hier an der Tagesordnung und trägt nicht unerheblich zum Urlaubserlebnis und zur Erholung bei. Wo ich in Deutschland schon mal ungeduldig werde, wenn eine Kassiererin ihrer Kollegin unbedingt den neuesten Tratsch weitergeben will, während ich warte, endlich bezahlen zu können, das wird hier fast zu einem Erlebnis. Mangels ausreichender Sprachkenntnis wird eine Diskussion zweier Frauen zu einer interessanten zwischenmenschlichen Studie. Die Klangmelodie der Stimme fängt plötzlich an, eine ganz eigene Rolle zu spielen, und fast habe ich das Gefühl, die Diskussion wenigstens in den Grundzügen verstanden zu haben, auch wenn ich keinerlei Einzelheiten wiedergeben könnte. Sprache ist so vielseitig und geht weit über das gesprochene Wort hinaus. Auch ein interessantes Erlebnis, das den Urlaub bereichern kann.

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