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Foto des Monats: Oktober

Ich frage mich schon länger, wie ich es hinkriege, regelmäßig raus in die Natur zu gehen. Es kann doch eine wunderbare Entspannung sein, von körperlicher Ertüchtigung gar nicht zu reden. Und wenn das fotografische Hobby einen weiteren Anreiz liefert, warum also nicht?

Da wäre es doch eine gute Idee, für das kommende Jahr mal eine Reihe “Foto des Monats” anzukündigen. Im ersten Schritt könnte ich zumindest für die restlichen Monate dieses Jahres aus dem Archiv etwas passendes heraussuchen, sofern ich nichts aktuelles haben sollte.

Ziel

Das Ziel für mich selbst: Es soll ein Foto sein, das ich tatsächlich in jenem Monat gemacht habe, und es soll das Foto sein, das mir aus allen Fotos dieses Monats am besten gefallen hat. Alternativ zu dem einen Foto des Monats darf es auch eine kleine Serie von Fotos sein, wenn diese inhaltlich zusammengehören und eine Geschichte erzählen.

Apropos Geschichte: Selbstverständlich sollte ich eine kleine Geschichte dazu schreiben, die die Entstehung des Fotos erläutert.

Oktober

Fangen wir doch einfach mal an. Hier ist eine Aufnahme vom 21.10.2004, die ich während der Fahrt aus einem ICE von Kassel nach Frankfurt heraus gemacht habe.

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Winterstimmung

Noch ist es nicht Winter, es scheint sich eher um einen “Goldenen Oktober” zu handeln. Dennoch hat mich dieses Bild daran erinnert, wie schön es sein kann, mit der Camera durch den Schnee zu stapfen.

Hoffentlich kriegen wir in ein paar Monaten mal wieder die Gelegenheit dazu :-)

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Morgennebel

Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen.

Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt
herbstkräftig die gedämpfte Welt im warmen Golde fließen.

Eduard Mörike

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Phantasie oder Wirklichkeit?

Bartenwetzerbrücke, Melsungen
Bartenwetzerbrücke, Melsungen

Schon unter “normalen” Umständen umweht den Ort ein Hauch von Mittelalter, wenn man durch seine Straßen geht. Oft stelle ich mir vor, wie es hier wohl vor einigen hundert Jahren ausgesehen, wie es sich angefühlt hat. Wie Herren, Kaufleute, Handwerker und Gesinde teils herumstolzierten, teils durch die Gassen strichen. Das pulsierende Marktgeschehen rund um das Rathaus im Zentrum und vielleicht auch auf der Bartenwetzerbrücke (breit genug wäre sie ja), es muss eine faszinierende Erfahrung gewesen sein.

Kommt dann der morgendliche Nebel noch dazu, so versinkt der Ort wahrhaft in der Vergangenheit. Er entwickelt seine eigene Mystik, in der Phantasie und Wirklichkeit miteinander verschmelzen. Als wäre es nicht 2012, sondern vielleicht über tausend Jahre früher, nur wenige Jahrhunderte nach der Gründung.

Was Mittelalterbegeisterte auf ihren Veranstaltungen nachzustellen versuchen, das würde in diesem Nebel tatsächlich noch wirklicher wirken. Stelle ich mir gerade jetzt im Ortskern von Melsungen ein solches Mittelalterfest vor, ich glaube, man könnte komplett in die Geschichte eintauchen. Hörst du das beständige Rauschen des Flusses? Das “Pling – Pling” des Schmiedes, das metallische Scharren der Bartenwetzer, die ihre Äxte an der Mauer der nach ihnen benannten Brücke schärfen, bevor sie in den Wald gehen? Das klappern der Hufe, den Lärm der Marktschreier?

Lass deiner Phantasie Flügel wachsen und tauche ein in den Nebel, werde eins mit der Geschichte und versinke in der selbstgewählten Rolle. Vergiss die Zeit, verliere dich im Nebel, als wären es die Nebel von Avalon. Wer weiß schon, was hinter dem Unsichtbaren kommt?

Melsungen

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Summer’s gone

Es ist nun der Herbst gekommen,
Hat das schöne Sommerkleid
Von den Feldern weggenommen
Und die Blätter ausgestreut,
Vor dem bösen Winterwinde
Deckt er warm und sachte zu
Mit dem bunten Laub die Gründe,
Die schon müde gehn zur Ruh.

Durch die Felder sieht man fahren
Eine wunderschöne Frau,
Und von ihren langen Haaren
Goldne Fäden auf der Au
Spinnet sie und singt im Gehen:
Eia, meine Blümelein,
Nicht nach andern immer sehen,
Eia, schlafet, schlafet ein.

Und die Vöglein hoch in Lüften
Über blaue Berg und Seen
Ziehn zur Ferne nach den Klüften,
Wo die hohen Zedern stehn,
Wo mit ihren goldnen Schwingen
Auf des Benedeiten Gruft
Engel Hosianna singen
Nächtens durch die stille Luft.

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Das Gedicht habe ich auf www.gedichte-fuer-alle-faelle.de gefunden.

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