Wer sind die „Freunde des Lichts“?

Film (Symbolbild)

Film (Symbolbild)
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Mit dem Entschluss, es fortan mal mit dem Medium „Video“ zu versuchen, stellte sich auch die naheliegende Frage, „Wie macht man das?“. Wiederum ist es naheliegend, einfach mal bei anderen reinzuschauen. Man muss ja nicht alles nachmachen, aber schauen, auf was für Ideen die „Kollegen“ gekommen sind, kann nicht so verkehrt sein.

Ich bin übrigens in einer Zeit aufgewachsen, als das „generische Maskulinum“ noch völlig normal war. Folglich brauchte man auch keinen besonderen Begriff dafür. Es war klar, dass die männliche Form automatisch auch für Frauen galt. Aufgrund dieser lebenslangen Gewohnheit werde ich das auch weiterhin so halten und nicht jeden Satz oder Redefluss durch ein eingeschobenes „und Frauen“ unterbrechen. Diese rhetorische Stolperpiste werde ich nicht beschreiten. Ich bitte jedoch darum, dass auch meine weiblichen Leserinnen (doppelt hält besser) sich ausdrücklich angesprochen fühlen. Vielen Dank!

Wie gesagt, ich suchte nach Inspiration bei den YouTube-Kollegen und … ihr wisst schon. So tat ich etwas, das ich eigentlich von Beginn an (des Internets in Deutschland) nicht gemacht habe: Ich surfte! Ja, ich ließ mich treiben, klickte hier und dort, und landete irgendwann durch Zufall auf dem Kanal Tactical. Dort postet ein älterer Herr (und dieser Begriff ist ausnahmsweise sehr geschlechtsspezifisch) lauter interessante Dinge über „Prepper, Bushcrafter und Survivalisten. Auf Deutsch: Krisenvorsorger, Wildcamper und Überlebenskünstler“, wie er selbst schreibt. Und genau dort las ich gleich im Begrüßungsvideo die Bezeichnung „Freunde des Lichts“. Aber das war nicht das erste mal.

Ich hatte diesen Begriff schon einmal gehört, und zwar in dem Wissenschaftskanal von Mai Thi Nguyen-Kim, maiLab, da jedoch eher so nebenbei. Dennoch, wenn einer so einen Spruch bringt, ist das noch nicht weiter wichtig. Eine Marotte, eine witzige Idee vielleicht. Aber wenn zwei Leute (scheinbar) unabhängig voneinander das selbe sagen, ist mein Interesse geweckt. Und so suchte ich weiter und fand … seltsames. Einer der ersten Treffer war eine Website mit genau diesem Namen, die jedoch nur ein Macromedia-Objekt enthielt, das ich auf meinem Gerät nicht darstellen konnte. Kein Text, kein Impressum, nur dieses eingebettete Dings.

Dann gab es ein Buch mit diesem Titel, irgendwas mit Gott und Lichtwesen. Das soll nicht abwertend sein, ich bin in dieses Thema einfach nicht tiefer eingestiegen.

Eine Website, die sich offenbar mit Beleuchtungstechnik befasst, ein Shop mit Klamotten, ein Lichterfest in Erfurt, ein Taschenlampen-Forum, ein Bericht auf Arte über eine Lebensbewegung, und zahlreiche weitere Links, die allesamt eins gemeinsam haben: Sie sind unterschiedlich. Zwar ist das erwähnte Buch in diesen ersten paar Ergebnisseiten von Google stark vertreten, aber die Vielfalt lässt mich vermuten, dass es sich hierbei nicht um eine Sekte handelt. So äußerte sich auch „Mr. Tactical“ in seinem oben erwähnten Begrüßungsvideo. Für ihn ist es einfach nur ein Synonym für „positives Denken“, für Vermeidung negativer (dunkler) Gedanken, und ich denke, wir belassen es jetzt einfach dabei.

In diesem Sinne: Willkommen, Freunde des Lichts! Denn dass es in einem Fotografie-Blog natürlich auch um Licht gehen wird, dürfte eigentlich niemanden mehr überraschen, der hier schon länger mit liest.