Tirol

Schnee im Mai? Gibt es, wenigstens gab es das heute. Fast die komplette Strecke zwischen Fulda und kurz nach Würzburg hatten wir Schnee. Schnee auf den Bäumen, Schnee auf der Scheibe, Schnee in der Luft. Klimaerwärmung? Na ja, eigentlich ist Schnee ja ziemlich kalt …

Aber trotz aller fallenden Schneeflöckchen verlief die Fahrt recht ruhig. Anstrengend zwar, weil man kaum etwas gesehen hat, und aufgrund der erforderlichen geringen Geschwindigkeit länger dauernd als erwartet. Aber ruhig. Gegen Mittag suchen wir uns in Aalen einen Griechen, das „Delphi“, der sich als ausgesprochen gut herausstellt.

Danach geht es über Landstraßen, weil sich offenbar auf einem Teil der A7 ein dicker Stau gebildet hatte. Bei Ulm dann wieder rauf auf die Autobahn, bis dann überraschend die Tankanzeige auf „35 km Rest“ steht, und das kurz vor Füssen. Also ran an die Leitplanke und das Navi überredet, uns den Weg zu der nächstgelegenen Tankstelle zu zeigen. Diese war automatengesteuert und recht zickig. Karte rein, Karte raus, bitte wählen Sie die Tanksäule, ach nee, lieber doch Karte raus, ähh rein, Karte nicht gültig, bitte wählen Sie die Tanksäule, und jetzt nochmal von vorn. Zum wahnsinnig werden!

Eine freundliche weitere Kundin versucht es mit einer eigenen Karte, mit gleichem Ergebnis. Also auf zum nächsten Ort, nur 5 km entfernt. Dort steht eine nette Kassiererin an der Kasse, so dass das Bezahlen zügig von statten ging. Von da an ging es über die Grenze.

Schlagartig verändert sich die Landschaft. Während der deutsche Teil noch flache Zurückhaltung demonstriert, protzt Österreich sogleich mit Bergen, Bergen und Tälern, ach ja und Bergen. Es folgen weitere Berge, hatte ich die schon erwähnt? Es ist immer wieder faszinierend, wie anders die beiden Länder doch sind, und was man nicht kennt, ist um so faszinierender. So halten wir oft spontan an und fotografieren, typisch Touristen. Auch der Zugspitzblick ist faszinierend, da muss man einfach durch.

Doch irgendwann ist auch die schönste Fahrt zu Ende, und wir gelangen am Ferienhaus an. Dieser Teil der Fahrt verlief doch perfekt, das Navi kannte die etwas seltsame Adresse aus Ort und Hausnummer (keine Straße!) und führt uns auf den Punkt. Das ist nicht immer so.

Danach kehrten wir noch in einer hiesigen Gastwirtschaft ein und schlugen uns die Bäuche voll, dazu ein leckeres Bier. Zurück im Haus noch ein paar „Captain Cola“ und dann ab in’s Bett.