Eine Route dokumentieren

Eine interessante Möglichkeit, eine abgewanderte oder -gefahrene Route zu dokumentieren, habe ich vor kurzem bei Marcus entdeckt. Er hat eine etwas längere Fahrradroute mit dem Programm GPX Animator visualisiert. Dieses kostenlose Java-Programm stellt den aufgezeichneten GPX-Track auf einer Landkarte dar und animiert die Linie entsprechend der gefahrenen Geschwindigkeit, wobei man einen angemessenen Faktor festlegen sollte. Leider kann das Programm keine Bilder automatisch damit verbinden, auch wenn deren GPS-Koordinaten korrekt in den EXIF-Daten eingetragen sind.

Dennoch, es ist ein Anfang. Damit das funktioniert und auch für die Zukunft gerüstet ist, habe ich mir folgendes Kochrezept zurechtgelegt.

Vor Beginn der Aktion ist es wichtig

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  • die Zeiteinstellung aller Geräte zu aktualisieren (Smartphone, Digicam, Audio-Recorder, Outdoor-Navi, …)
  • am Smartphone (wenn man damit fotografieren möchte) GPS zu aktivieren
  • und der Camera-App erlauben, auf die Position des Gerätes zuzugreifen
  • Ersatzakku oder Powerbank laden und mitnehmen, denn der GPS-Betrieb erhöht den Leistungsbedarf

Dann sind bereits alle Fotos auf dem Smartie mit der GPS-Position versehen, was die nachträgliche Orientierung erleichtern kann.

Nach der Rückkehr dann einen neuen Ordner auf dem PC anlegen und

  • alle Digitalfotos und -Videos (Digicam und Smartphone!)
  • alle GPX-Tracks
  • alle aufgezeichneten Sounds

… in diesen Ordner hinein kopieren. Dann haben wir schon mal alles an einer Stelle und brauchen später nicht lange zu suchen.

Nun sollten alle Digitalfotos, die noch nicht von Hause aus mit einer GPS-Position versehen sind, aus dem GPX-Track damit versorgt werden. Das geht z.B. mit geotag oder exiftool. Ich habe letzteres verwendet. Wenn alle Dateien wie oben beschrieben in einem Ordner liegen, ist der Aufruf unter Linux sehr einfach:

exiftool -geotag *.gpx *.JPG

Notwendig ist das nicht, aber es hilft vielleicht später mal. Dafür hatte ich übrigens zu Beginn die Empfehlung gegeben, die Zeiteinstellungen aller Geräte abzugleichen, denn nur so ist die Übertragung zuverlässig und einfach möglich. Die Camera schreibt Datum und Uhrzeit ohnehin in die EXIF-Daten, der GPX-Track wiederum enthält außer der Position ebenfalls Datum und Uhrzeit. Für bereits verortete Smartphone-Fotos ist dieser Schritt natürlich nicht mehr erforderlich.

Hinweis: Da meine Camera die JPG-Dateien tatsächlich mit Großbuchstaben in der Dateierweiterung benennt und Linux dahingehend sensibel ist, muss es auch genau so angegeben werden wie oben geschrieben.

Jetzt laden wir den GPX-Track in GPX Animator, konfigurieren es angemessen (TODO: Video-Tutorial verlinken) und exportieren das Video im MP4-Format.

Der nächste Schritt ist dann, dieses animierte Video mit unseren aufgezeichneten Videos, Digitalfotos und Sounds zu kombinieren (ich mache das unter Linux mit kdenlive) und vielleicht noch mit heruntergeladener Musik zu versehen. Dann ist das Video fertig.