Ein Fenster als Softbox

Das Model Madeleine Handle

Viele Fotografen sind der Ansicht, dass diesiges Wetter und bedeckter Himmel das bessere Fotolicht hergeben. Im Gegensatz zu einem einzigen hellen Fleck am Himmel (Sonne) ist da quasi die halbe Welt eine große gleichmäßige Lichtquelle.

Zu Hause lässt sich dieser Effekt ebenfalls nutzen. Schon das durch ein großes Fenster hereinfallende Licht hat eine ähnlich diffuse Verteilung, wie es im Studio durch eine Softbox erreicht wird. Dies jedoch völlig ohne Zusatzkosten für uns. Fotografiert man nur mit dem vorhandenen Licht, spricht man übrigens von „available light“, was nichts anderes bedeutet als der deutsche Begriff „verfügbares“ oder „vorhandenes Licht“ auf Englisch.

Folge 92 von blende 8 behandelt ein spontanes Home-Shooting mit Available Light. Während knapp einer Viertelstunde gibt der Fotograf Matthias Schwaighofer* dabei Tipps, wie man ohne großes Equipment auch zu Hause Portraitaufnahmen machen kann. Wer genau hinhört erfährt auch, wie der Fotograf mit dem Model kommuniziert. Matthias verrät ein wenig von seiner Zeichensprache und spricht auch über die Art, wie er und seine Models mit „links“ und „rechts“ umgehen.

Auch wenn die Kommentare unter der Folge eher ablehnend sind (klar, man hat schon den Eindruck, dass „product placement“ hier nicht unwichtig war), kann man dennoch einiges daraus lernen. Zwar mag nicht jeder ein solches Loft sein Eigen nennen, aber vielleicht ist ja auch eine große Tür zur Veranda oder Tür und Fenster zum Balkon ähnlich hilfreich. Denn das Wichtigste bei solchen Podcasts ist, dass man sie nicht nur konsumiert, sondern auch in der Praxis ausprobiert, was man gesehen hat.

Für das aktuelle Kasseler Regenwetter nach den herrlichen Frühlingstagen genau das richtige. Das macht Lust, mal wieder einen Workshop zu machen und das gelernte dann baldigst umzusetzen.

* Das ist übrigens nicht der Schauspieler, der heißt zwar auch Matthias, aber „Schweighöfer“ 🙂

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