Beiträge mit dem Tag ·

Zeit

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Jenseits von Raum und Zeit

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Endlich mal wieder Zeit für ein paar Fotos!

Fotorucksack schnappen, Stativ dranstecken und dann raus ins Grüne!

… und die Speicherkarte steckt im Computer!

Gottseidank habe ich noch eine alte 64er dabei. 64 Megabyte, keine Giga! Nicht nahezu unbegrenzt Platz! 18 Bilder kann ich machen, sagt die Camera (am Ende waren es dann 21, die Nikon schätzt recht zurückhaltend).

Und plötzlich ist es wieder da, das Gefühl, nicht unbegrenzt Platz zu haben, sparen zu müssen. Die Erinnerung an den Gedanken, “na, der Film ist ja erst halb voll”, sie schien fast verloren. Wieviel kamen uns diese 18 Aufnahmen vor, ein halber Film, meine Güte noch so lange bis ich endlich die Bilder sehe. Ob ich das heute überhaupt schaffe? Beherrschend ist in der Neuzeit eher das Gefühl: “Oh Mann, nur 18 Bilder!”

Doch es vergeht schnell. Das Wetter spielt mit, die Sonne schaut ab und an hervor, der Wald ist ruhig, die Vögel zwitschern, und der kleine Bach, die Ahne, schlängelt sich langsam zu Tal. Sie scheint zu sagen, “Mach langsam, lass dir Zeit! Schau mich an, ich tu’s auch! Wir schaffen das schon …” Hör auf die Natur, hier kann man auftanken. Digitalfotografie kann hektisch sein, muss aber nicht.

Es geht auch langsamer: Das Warten auf die Sonne, auf das richtige Licht. Es kommt ja fast immer irgendwann. Aber wie oft nehmen wir uns wirklich die Zeit, darauf zu warten, knipsen lieber drauflos, in der Hoffnung, am PC wird man’s schon richten können? Oder von dem misslungenen Bild wenigstens einen Ausschnitt noch für eine Montage verwenden zu können?

Statt dessen das Stativ aufstellen, fokussieren, ausrichten, nochmal ausrichten, Fokus kontrollieren, die eingestellte Blende überdenken, lieber etwas kleiner machen. Alles in Ruhe. Zeit ist ja genug da, dank Stativ auch Belichtungszeit. Dann aufstehen, die Gelenke knacken, sich strecken, ach ja, auslösen wollte ich auch … die 5 Sekunden für den Selbstauslöser dehnen sich ins Endlose. Der “Perfekte Moment”, in dem die Zeit stillsteht. (Anij, Star Trek – Der Aufstand)

Und die Ergebnisse? Was soll ich sagen? Befriedigend, einfach befriedigend.

Es war ein schöner Nachmittag!

Zum Nachdenken

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Diesen Text bekam ich im Dezember 2007 per Mail, im Original angeblich von einem Botanik-Studenten …

Das Paradoxe unserer Zeit in der Geschichte ist, dass wir höhere Gebäude haben aber eine kleinere Geduld, breitere Autobahnen aber engere Standpunkte. Wir geben mehr aus aber haben weniger, wir kaufen mehr aber genießen weniger.

Wir haben größere Häuser und kleinere Familien, mehr Annehmlichkeiten aber weniger Zeit, wir haben mehr Diplome aber weniger Verstand, mehr Wissen aber weniger Urteilsvermögen, mehr Experten und mehr Probleme, mehr Medizin aber weniger Wohlergehen.

Wir haben unsere Besitzungen vervielfacht, aber unsere Werte reduziert.

Wir sprechen zu viel, lieben zu selten und hassen zu oft. Wir haben gelernt, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten aber nicht das Leben. Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, nicht den Jahren Leben. Wir sind zum Mond geflogen und zurück aber haben Mühe, die Straße zu überqueren um den neuen Nachbarn zu treffen.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht unseren inneren Raum. Wir haben die Luft gesäubert aber die Seele verschmutzt, wir haben das Atom gespalten aber nicht unsere Vorurteile. Wir haben höhere Einkommen aber niedrigere Moral, wir haben viel Quantität aber wenig Qualität.

Dies sind die Zeiten der großen Menschen und schwachen Charaktere, steilen Profite und seichten Beziehungen. Dies ist die Zeit des Weltfriedens aber häuslicher Kriegsführung, mehr Freizeit aber weniger Vergnügen, mehr Nahrungsmittelarten aber weniger Nährwert.

Dies sind die Zeiten der doppelten Einkommen aber der vermehrten Scheidungen, der ausgefalleneren Luxushäuser aber der gebrochenen Heime. Es ist eine Zeit, in der es viel in den Schaufenstern gibt und nichts im Lager, eine Zeit, in der die Technologie Ihnen diesen Brief übermitteln kann und eine Zeit, in der Sie entscheiden können, entweder etwas zu bewegen …. oder einfach die Löschtaste zu drücken.

Probieren geht über studieren

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“Ich nehme mir (…) die Zeit, die Fotografie mit Hilfe ihrer Vergangenheit zu verstehen.” schreibt Tobias Kappel, Gastautor bei Kwerfeldein.

Aber auch über eine Vorbesprechung mit seinem Professor: “Schnell wurde klar, für jedes gezeigte Bild einstehen zu müssen. Kritisiert wurde alles.” Das sollte sich manch ein Fotoclubmitglied zu Herzen nehmen, wobei ich mich selbst dabei nicht ausschließen möchte. Rechtfertigungen wie “das war da so” oder “ich wollte das so” sind wenig zielführend, insbesondere wenn die zweite dieser Begründungen ohne weitere Erläuterung im Raum stehen gelassen wird.

Seinen interessanten Artikel, der vielleicht auch Wasser auf die Mühlen der Analogis ist, kann ich auch für den Digitalfotografen sehr empfehlen.