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Juni, 2011

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Wie lange funktioniert mein Cameraverschluss?

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Man fragt sich immer, wie lange die digitale Spiegelreflexcamera noch arbeiten wird. Gerüchteweise ist immer von begrenzter Auslösezahl die Rede, aber wie lange das wirklich ist und vor allem wieviele Auslösungen der eigene Verschluss bereits hinter sich hat, bleibt ein Rätsel. Ich habe in Facebook gerade diesen Link dazu entdeckt.

Um nun herauszufinden, wieviele Auslösungen die Camera bereits hinter sich hat, bietet diese Website einige Informationen an. Dabei wird auch die Software IExif erwähnt, die aber leider nur für Windows verfügbar ist. Dazu gibt es auch ein Firefox-Plugin (nicht für Version 4!), das zusätzlich installiert werden kann. IExif kann natürlich weit mehr, als nur die Anzahl der Auslösungen anzeigen: Es ist ein kompletter EXIF-Viewer!

Anders sein, anders denken

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Wieder einmal musste ich innehalten, als ich diesen Eintrag las.

Klar, ich war nie in Indien und kann daher Danielas Vergleiche nicht direkt nachvollziehen. Aber wenn ich an die Gedanken zurückdenke, die mich in Schweden im letzten Urlaub ereilt haben, dann kommt mir einiges davon bekannt vor. Ich will jetzt nicht sagen, dass Schweden mit Indien vergleichbar wäre, aber es ist auf eine bestimmte Art auch anders als Deutschland als für sie vermutlich Indien ist.

“Glatt”, “geordnet”, “sauber”, das sind irgendwie beide Länder, Schweden und Deutschland. Auch Vorschriften gibt es in beiden Ländern zu Hauf. Und als im waldreichsten Bundesland lebender ist auch die schwedische Natur nicht wirklich extrem überraschend.

Aber schon bei dem “allemansrätten”, dem schwedischen “Jedermannsrecht”, endet die Gleichheit. Vielleicht liegt das daran, dass so etwas in Deutschland nicht möglich wäre. Wie in dem zuvor verlinkten Aufsatz sehr schön geschrieben wird, “(lässt sich) das Allemansrätten (…) auf eine sehr kurze und klare Formel bringen: Nicht stören – nichts zerstören!” Ebenfalls heißt es dort: “In keinem schwedischen Gesetz ist festgelegt, was das Allemansrätten genau beinhaltet.” Stellen wir uns so etwas mal in Deutschland vor!

Auch die Bauarten der schwedischen Grundstücke sind anders. Während hierzulande um jedes Grundstück herum mindestens ein Jägerzaun verläuft, der jedem Besucher die Grenze deutlich aufzeigt, erkennt man zum Beispiel auf Värmdö den Beginn des Grundstückes nur an dem gepflegten Rasen oder an der Tatsache, dass auf dem Boden eine Reihe von schön ausgesuchten Steinen liegt.

Und wenn man als der Landessprache nicht wirklich mächtiger Tourist in so einem Ferienhausgebiet spazieren geht und Einheimischen begegnet, wird man freundlich angelächelt und begrüßt. “Hej, hur mår du?” – “Tack, det är bra” oder so ähnlich. Mangels Sprachkenntnis war es das dann vielleicht auch schon, aber es war eine freundliche Begegnung, die auch wieder die Andersartigkeit aufzeigt.

In Deutschland würde man bestenfalls ein gebrummeltes “Morgen” zu hören bekommen, wenn überhaupt, verbunden mit einem skeptischen Blick, der zu sagen scheint “was will der denn hier”.

Wir alle sind anders, und das ist es, was ich im Urlaub in einem fremden Land erleben möchte. Darum fahre ich nicht nach Mallorca, um dort Schnitzel mit Pommes zu essen.

Sterntaler

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In meiner momentanen Lieblings-Foto-Gemeinschaft (eine, jedoch nicht die Foto-Community) ging – während einer großen Pause meinerseits – die Diskussion los, wie “unschön” es doch ist, wenn jemand jedes Foto einfach mit 5 Sternen bewertet, statt es wirklich zu bewerten, will heißen verbal.

Es gibt dort ein Bewertungssystem, mit dem jeder angemeldete Benutzer jedes andere Foto mit 0 bis 5 Sternen bewerten kann. Der Durchschnittswert aller Bewertungen wird dann bei dem Foto angezeigt, was eine Art “Ranking” ermöglicht.

Nun sollte jedem klar sein, dass solche Bewertungen …

  1. rein subjektiv sind
  2. von der Tagesform des Betrachters abhängig sind
  3. von den Kenntnissen und Erfahrungen des Betrachters abhängig sind

Da die Bewertungen auch überwiegend von Laien (Hobby- und Amateurfotografen) abgegeben werden, weil sich vermutlich nur wenige echte Profifotografen in eine solche Community verirren, stellt sich grundsätzlich die Frage nach dem Wert solcher Bewertungen.

Und selbst wenn ein Profifotograf Bilder bewerten würde, frage ich mich, welchen Maßstab er/sie anlegen könnte. Was und wie fotografiert denn ein Amateur/Profi? Was zeichnet einen Profifotografen aus? Was kann dieser besser als ein Amateur?

Profifotografen werden üblicherweise die Leute genannt, die beruflich Geld mit der Fotografie verdienen. Hochzeits-, Portrait-, Pressefotografen (und “-innen” natürlich) und vielleicht in gewissem Maße auch Foto-Künstler. Kann ein professioneller Sportfotograf ein Studio-Portrait bewerten? Kann ein Naturfotograf ermessen, welche Informationen ein Sportfoto für die Zeitung transportieren muss? Sind aktuelle Fotos eines Politikers zwecks Dokumentation nach den gleichen Maßstäben zu bewerten wie Fotos, die im Studio entstanden sind? Sind auf Makrofotografie von Pflanzen die gleichen Bildgestaltungsregeln anwendbar wie im Portraitbereich?

Man merke, dass “Profi” mitnichten immer für “Professionalität” oder für “hat das gelernt” stehen muss. Ich habe mal eine dreieinhalbstündige Diaschau mit dem Titel “Japan” von einem “Fotografen” anschauen müssen, in deren Verlauf unzählige Dias im 5-Sekunden-Rhythmus durchgezogen wurden. Es bestand damals der Eindruck, der Mann müsse “gut” sein, denn er hatte ein Fotogeschäft und machte in dem angeschlossenen Studio “professionell” (d.h. gegen Geld) Portraitfotos. Vorher.

Dies ist das Hotel von der Südseite. Hier ist das Hotel von der Nordseite. Und hier ist nochmal das Hotel von etwas weiter weg. Ja das Licht war nicht gerade gut. Nein, da konnte ich nicht näher rangehen, das Bild ist aus dem fahrenden Bus heraus gemacht.

Seit damals habe ich die Frage der Professionalität für mich irgendwie neu bewertet :-)

Hobby- und Amateurfotografen wiederum sind wohl die, die mehr um des Spaßes Willen fotografieren. Die Erinnerung an ein (für den Fotografen) wichtiges Ereignis ist vielleicht ein Motiv für das Motiv. Die persönliche Beteiligung lässt das Foto in den Augen des Fotografen natürlich anders wirken als es auf jeden beliebigen Unbeteiligten wirkt.

Der Schreiber dieser Zeilen fotografiert gelegentlich bei Veranstaltungen. Obwohl ich mich bemühe, die Fotos interessant zu machen und die Szenen aufgelockert festzuhalten, würde eine Multimediaschau aus diesen Fotos einen Zuschauer, der nicht bei der Veranstaltung war und keinen kennt, mit ziemlicher Sicherheit langweilen. Sind diese Fotos also nun gut oder schlecht? Verdienen sie 5 Sterne oder nur einen?

Ich denke, eines ist klar geworden: Die Sterntaler selbst sind relativ unwichtig. Viel interessanter wäre zu erfahren, wie das Foto auf den Betrachter wirkt, was man besser machen kann (und warum), ob vielleicht eine Kleinigkeit das Foto verbessern könnte. Aber dazu muss man mehr tun, als einfach nur auf einen Stern zu klicken!