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März, 2008

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Ostern im Schnee

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Das hatten wir auch lange nicht: Ostern noch Schnee. Andererseits ist Ostern auch recht früh dran in diesem Jahr, und Schnee im April ist keineswegs eine Seltenheit in dieser Zeit. Dafür redet man uns unermüdlich ein, “Weiße Weihnacht” sei ein Mythos, und im statistischen Mittel sei das Weihnachtsfest eigentlich immer grün gewesen. Ich frage mich nur, woher dann die bei deutschen ehemaligen Kindern herkommende Sehnsucht nach weißer Weihnacht kommt, wenn nicht durch die gelebte Erfahrung, dass das nun eben mal so zu sein hat?

Selbst gestandene Fotografen, deren 20 Jahre alten Dias ich kürzlich mal wieder betrachten durfte, schwärmten von “echten Wintern”, wo man auf Langlaufskiern noch durch die Region laufen konnte, die Camera natürlich immer dabei. Wunderbare Landschaftsaufnahmen waren das, Weite und Schnee soweit das Auge reicht, und mir will man erzählen, das wäre alles nur Einbildung?

Vielleicht verschiebt sich das Wetter einfach nur, in Zukunft gibt es halt “Weiße Ostern”. Vielleicht ist das sogar der historische Grund, weshalb man die Eier bunt anmalt: Um sie in dem vielen Schnee überhaupt wiederzufinden!

Das Ende von Germany

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In den letzten Jahren ist auffällig, dass mehr und mehr Wahlplakate nur das Foto des Kandidaten, seinen Namen und den seiner Partei zeigen. Respektive selbstverständlich “Kandidatinnen”, “ihren Namen”, “ihrer Partei“. Und bevor ich auch noch “Wahlplakatinnen” hinzufüge, lasse ich das jetzt lieber und schreibe wie bis vor längerem noch üblich nur noch in der maskulinen Form. Ist doch eigentlich auch ok, gilt doch für Frauen immer mehr das “Männliche” als “in”. Aber zurück zu den Wahlplakaten.

Seltener sind Plattitüden wie “Für Morgen” oder “Alles was zählt!”. Wer nichts verspricht, braucht auch hinterher nichts zu halten. Vielleicht am deutlichsten für den Zeitgeist war: “Die Optik machts”. Ein Politiker muss also gut aussehen, natürlich auch sein weibliches Pendant! Letzteres vielleicht ganz besonders, denn Männer können ja besser gucken als denken. Da verwundert es, dass es nicht mehr Frauen in der Politik gibt. Genügend Auswahl an hübschen Frauen gibt es ja weiß Gott in diesem unserem Lande. Vielleicht – Frauen sind ja viel intelligenter als Männer – sind diese nicht nur zu hübsch, sondern auch zu intelligent für eine politische Karriere. Obwohl, einige Frauen gibt es ja in der Politik … Allerdings sollte man Intelligenz und Cleverness nicht verwechseln.

Die Erfahrung lehrt uns: Was zu Beginn am lautesten dementiert wird, ist oft sehr nahe an der geplanten Realität. Da soll es Leute geben, die den Linksverkehr auf der “Insel” massiv ablehnen und groß tönen “ich werde nie die linke Seite benutzen”, und dann prompt, wenn sich die Gelegenheit bietet, den Sommerurlaub in Südengland buchen. Linksverkehr ist auch sowas wie Zeitgeist. Aber wer Begriffe wie “Wahl-Kampf” oder “politischer Gegner” prägt, scheint ohnehin an Realitätsverlust zu leiden. Ja “an”, denn “darunter” leiden immer nur andere.

Zur Bundeswehrzeit lästerten wir gern:

Warum hat die Bundeswehr das Y auf dem Nummernschild?

Na, das ist das Ende von “Germany”!

Ja, es gibt schon merkwürdige Buchstaben im Alphabet.