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Oktober, 2006

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Nordisches Lichterfest

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Das Nordische Lichterfest im Tierpark Sababurg wurde eigentlich als Event für Kinder angekündigt, was einen Fotofreund dazu veranlasst hatte, zu sagen, “och nööö”. Aber mit Stativ und Camera bewaffnet war es zumindest auch für das erwachsene Fotografenauge sehenswert.

Weißkopfseeadler

Melody und der Sehfahrer gingen das Fest allerdings in zwei Etappen an, und beidesmal lagen wir irgendwie daneben: Am ersten Wochenende leicht bekleidet bei herbstlichen Temperaturen. Frohen Mutes gegen 16 Uhr eingetroffen und nach nerviger Parkplatzsuche dann endlich um 16:30 im Park. Natürlich waren die Ackergäule schon voll am pflügen, und bis wir da oben gewesen wären, hätten die sich den Acker schon so richtig biologisch zur Brust genommen. Das war also nix.

Also besuchten wir auch dem Weg die Flugshow. (Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass fast alles nur noch “…show” oder “… and more” heißt?) Auch wenn das recht ergiebig war … ein geiles Foto von dem Weißkopfseeadler aus ca. 1,50 m Entfernung und einige Flugaufnahmen über den Köpfen der Besucher … schon praktisch, wenn man weiß, wo man stehen muss … also recht ergiebig, wie gesagt, wurde es doch danach schnell empfindlich windig und kühl. Auch die Brat- resp. Currywurst half nicht viel, Glühwein gab’s nicht (und hätte sich eh verboten wegen des Autos), so dass wir nach 2 Stunden frustriert wieder abzogen.

Aber gottseidank gab es am Wochenende danach eine Widerholung. Diesmal also so richtig winterlich angezogen, mit Pulli und Jacke, dafür aber erst gegen 18 Uhr. Und was sage ich, der Herbst war selten so warm wie an dem Abend. *brummel* wieder verkehrt. Aber egal, was uns nicht umbringt, macht uns nur härter, und sei es Wärme. Ist beim Stahl ja auch so.

Diesmal nebenher noch das Stativ mitgeschleppt. Auch das ist wörtlich zu verstehen. Vor knapp 30 Jahren, als ich mir das gekauft hatte, war mit Titan und Fiberglas (oder heißt es Glasfiber?) noch nicht viel zu machen, Titan sauteuer und das annere Zeuch noch nicht erfunden, glaube ich. Oder beides. Also ein olles Slik 88N auf die Schulter, Schnellspannkupplung drauf und unter die Camera und los gehts. (So lange man was sieht, ist letztere richtig praktisch, aber im Stockdunkeln wird das ein echtes Gefummel!)

Andererseits ist so ein Stativ unabdinglich, wenn man keine verwackelten Hobbyknipserfotos im Dunkeln machen will. Jedenfalls wenn man so ein Zappelphillipp ist wie ich :roll: Auch es als “Kunst” zu deklarieren macht keinen großen Sinn, das nimmt einem ja doch keiner ab.

Man kann sich natürlich auch durch eine an einen Baum gepresste Camera lächerlich machen. Dagegen sieht so ein Stativ doch richtig profimäßig aus. So profimäßig (2 x fett, soviel Platz muss sein!), dass ich mit dem Zusatzblitz und dem Stativ sogar gefragt wurde, ob ich von der Presse (auch fett, muss einfach) sei :D D Egal wie es aussieht, jedenfalls steht man jedem im Weg rum, alle entschuldigen sich wenn sie dranhauen, halten sogar die Kinder fest … also ganz anders als mit der kleinen kompakten, wo sich jeder mit der noch kleineren noch kompakteren Dir in den Weg schiebt, um Deine Standortidee mit seiner kürzeren Auslöseverzögerung noch zu toppen! Dass er Dir dabei das Motiv wegnimmt und den entscheidenden Augenblick versaut wo der Adler dem Trainer auf den Kopf sch…., interessiert den ja nicht. “Tjaaaa, meine Kleine *tätschel*!” Ganz anders ist das mit Stativ und Blitz! :wave:

Auf jeden Fall war auch die Feuershow eine fotografische Herausforderung. Belichtet man zu lang, ist zuviel Licht auf dem Foto und alles ist überstrahlt. Belichtet man zu kurz, gibt’s nur kurze Striche, und alles ist zu dunkel. Dadurch wird die Ausbeute nicht besonders üppig, aber ein paar Bilder sind schon dabei, die man rumzeigen kann. Gut dass alles digital geht, bei einigen hätte ich mich über das verschwendete Filmmaterial doch ziemlich geärgert. Jedenfalls waren Bolduan und Susanne von Kuckan es wert, auch wenn die Bilder nichts geworden wären. Sind sie aber – ätsch! :p

Nee, ich bin nicht von der Presse. Leider. Aber vielleicht werde ich ja bald entdeckt? Nur auf das Promi-Abschießen von BILD habe ich keine Lust!

Keiner will fotografiert werden :-(

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Es ist schon komisch: Kaum eine(r) will, dass ich Fotos mache, aber alle wollen hinterher die Fotos sehen! Ist das logisch? Wie soll ich denn Fotos zeigen können, wenn ich keinen fotografieren darf?

Oder will jeder nur “die anderen” sehen, aber sicherstellen, dass er/sie selbst nicht drauf ist? Aber wie soll das funktionieren?

Schon witzig, da drehen sich die Damen dezent weg, wenn sie eine Camera auf sich gerichtet sehen (ob das auch so wäre, wenn man mich als “Modefotograf auf Entdeckungssuche” vorstellen würde?), und wenn das Bild gemacht ist und die Cam gesenkt wird, dreht die Dame sich wieder zurück. Andere wiederum laufen gezielt in den Weg. Inzwischen ärgere ich mich schon nicht mehr darüber, aber irgendwie ist es schade. Besonders die, die ich eigentlich für fotogen halte, haben diese in meinen Augen komische Verhaltensweise. Dabei hätten die es am wenigsten nötig!

Und dann aber, wenn ich mich mal entschließe, zu irgendeiner Fete keine Camera mitzunehmen, weil ja eh niemand will, dann kommt von allen Seiten, “oooch, das ist aber schaaade, dass du deine Camera nicht mit hast …”.

Oder ist das weibliche Logik?

Wie auch immer, ich glaub, ich werde das nie verstehen.

Fotografier ich halt weiter Blumen …

Kurt ist Kult

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Kurt ist Kult. Eine ganze Reihe von Hobbyfotografen kennen Kurt … noch nicht. Dabei ist Kurt doch Kult!

Wer Kurt ist? Das ist ganz einfach: Kurt ist eine fiktive Figur von Thomas Tremmel, seines Zeichens Hobby- oder Amateurfotograf (wer weiß das schon so genau) und bei den Buxtehuder Fotofreunden. Thomas fing eines Tages an, über seinen vermutlich erfundenen Nachbarn Kurt zu schreiben. Obwohl man bei solchen Geschichten nie so genau sagen kann, wo Dichtung und Wahrheit sich trennen.

Kurt, der Nachbar, ist eine Nervensäge. Alles weiß er besser, obwohl er bestenfalls ein Knipser ist, wie er im Buche steht. Furchtbare Fotos werden hochgelobt, denn irgendwas findet man doch daran, und wenn es nur das ist, dass die eigene Camera eine Automatik hat und die von Thomas nicht. Das kann ja nichts werden, “du verstehst es nie” ist die stehende Rede von Kurt. Thomas als geduldiger Zuhörer mit seiner “veralteten Technik”, der “keine Ahnung vom Fotografieren” hat, schildert diese Erlebnisse in einer Art, dass man oft das Gefühl hat, man würde jemanden wieder erkennen … und manchmal auch sich selbst.