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September, 2006

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Polfilter-Reinfall

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Was macht man mit einem Polfilter, der den Himmel nicht blauer macht, wie man das erwartet, sondern dafür die Landschaft grüner? Na gut, ein Problem ist das nicht wirklich, aber etwas unerwartet kommt das schon. Sicher liegt es an der Aufschrift “GREEN-L” auf dem Filter. Ich wusste gar nicht, dass es verschiedenfarbige Polfilter gibt :-/

Andererseits ist so ein knalliges Grün in der Landschaft auch keine schlechte Sache. Auf jeden Fall hat sich der spontane Ausflug gelohnt, man kriegt ja so als Bürohengst viel zu wenig Bewegung! Da kostet es schon etwas Puste, einfach nur auf so einen winzigen Hügel zu steigen. Nur gut, dass die Luft da so frisch und klar ist. Ich glaube, das sollte ich öfter machen. Aber dann nicht mit Sandalen, sondern mit “richtigen” Schuhen ;)

Und schließlich stellt sich noch heraus, dass der Polfilter deutliche Vignettierungen erzeugt. Die kriegt man mit EBV natürlich weg, aber unschön ist es schon. Na gut, dann eben keine 18 mm einstellen, wenn das Ding drauf ist.

Andererseits sollte man nicht meckern bei dem Preis.

Sichtweisen

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Eben komme ich von einer Fotoausstellung. Vier ortsansässige Fotografen haben in einer Firma für Spezialverpackungen (deren Produkte an sich schon teilweise Kunst sind) ihre Fotos ausgestellt. Bei Musik, Orangensaft, Sekt und Häppchen konnte man die verschiedenen Sichtweisen der Herren auf sich wirken lassen. Für mich war es faszinierend, was für Bilder man dort sieht.

Teilweise echte Schmunzler wie das Plakat mit einer Gruppe hübscher junger Damen und darunter eine Gruppe Polizisten in Uniform. Auf dem Plakat die Schrift “Wir machen Party;)

Dann die stark verdichtete Straßenszene (Teleobjektiv), dunkle Autos mit roten Ampeln und Bremslichtern gegen den hellen Himmel am Ende der Straße, und mittendrin, direkt im Goldenen Schnitt die Silhouette eines Fußgängers, das einzige Lebewesen im Blechdschungel, nicht deutlicher als ein Scherenschnitt.

Oder Schnee- und Wüstenlandschaften, deren langweiliger Charakter durch ein in das Bild geworfenes Tuch oder eine Sandwehe interessant gemacht wurde.

Auch die Frage der Präsentation war sehr interessant. Übermannsgroße Portraitfotos aus der Reihe “Nach der Arbeit” aus Asien und Deutschland. Dazu wollte ich von dem Künstler wissen, warum er unterschiedliche Rahmen für die 4 Fotos genommen hätte. Ich dachte an so was komplexes wie “dunkles Gesicht – heller Rahmen, helles Gesicht – dunkler Rahmen”. Aber nein, die Antwort war viel einfacher: Die dunklen Metallrahmen waren ein Sponsoring des Auftraggebers ;)

Auch die Portraits einiger Menschen aus Betrieben der Region waren interessant. Hier allerdings eher deswegen, weil die Fotos auf den ersten Blick den typischen Selbstportraits ähnelten: Man posiert vor (!) dem Betrieb oder dem Hauptarbeitsfeld, und die Camera blickt von unten zu den Menschen auf. Das möglichst noch im Weitwinkel und von ganz nah, damit die Menschen etwa gleich groß (oder größer) wie das Werkstück erscheinen. Sowas hat ja eine psychologische Komponente! Was jeder Hobbyknipser vielleicht sogar ähnlich abgebildet hätte, wird bei einem gelernten/studierten Fotografen unerwartet zu Kunst. Sollte es sich dabei etwa doch (nur) um eine Frage der Sichtweise handeln, also im wahrsten Sinne des Wortes um Ansichtssachen?

Auf jeden Fall hat sich der Besuch gelohnt. Abgesehen von ein paar alten Bekannten, die ich dabei getroffen habe, werden einige Bilder mich in Zukunft sicher auch für meine eigenen Arbeiten inspirieren.

Oh Mann was für ein Wetter!

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Heute Nachmittag im Zug hätte ich mal wieder massenweise Landschaften “machen” können. Das geht witzigerweise erstaunlich gut, obwohl man ja grundsätzlich quer zur Fahrtrichtung fotografieren muss und oft auch mit einer dreckigen Scheibe zu kämpfen hat. Aussteigen und Putzen is nich :-)

Das fast zwangsläufige Weitwinkel lässt akzeptable Verschlusszeiten zu. Bei so Motiven wie dem obigen ist die Verschlusszeit natürlich nicht von so großer Bedeutung, da hier sowieso kaum scharfe Elemente vorhanden sind. Aber heute war die Landschaft mit der untergehenden Sonne im Rücken wunderschön, farbenprächtig, teilweise schon fast herbstlich. Leider fahre ich diese Strecke nicht oft, so dass ich sie nicht kenne. Und das ist schon wichtig, denn bei 200 km/h ist die Reaktion nicht immer schnell genug.

Wenn man aber weiß, was wann kommt, und vielleicht sogar das ganze Jahr über auf einer Strecke fährt, dann lassen sich bestimmte Szenen sogar planen: Morgennebel, Sonnenauf- und Untergänge, Schattenspiele beim Überfahren einer Brücke und vieles mehr.

Aber es ist wie so oft beim Fotografieren: Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an!

Pol- und UV-Filter für zusammen 19 Euro?

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… incl. Versandkosten? Von einem ebay-”Kollegen”? Ein 50x50x50 cm Lichtwürfel für nur etwas mehr? Ein Super-Dooper-Fotorucksack für ursprünglich (angeblich! wer’s glaubt …) über 500 Steine, in der Auktion für ab 1 Euro?

“Du kaufst bei ebay?” Wo da doch so viel Betrüger sind? Nicht zum ersten mal höre ich das, und natürlich war ich anfangs auch skeptisch … und seeeehr vorsichtig – wie die Igel :oops:

Andererseits habe ich nun schon ein paar Sachen über ebay recht günstig erstanden, und bislang bin ich von Betrügern verschont geblieben. Sicher, 15 Euro Versandkosten für ein bisschen Plastikfolie sind sicher etwas happig, aber dafür war der Kaufpreis nur 5 Euro, und man muss ja die Gesamtsituation sehen ;)

Vielleicht liegt das daran, dass ich um einige Angebote von vornherein einen Bogen gemacht habe. So seltsame Formulierungen wie “Originalverpackung NEU” oder “eigentlich fast gar keine Beschädigungen, nur das Glas vor der Blitzbirne ist etwas gesprungen” sind ja eine bekannte Masche, und wer sich so komisch ausdrückt, ist mir normalerweise nicht mal die Rückfrage wert. Ein bisschen Mühe können die sich ja schon geben, wenn sie durch ebay reich werden wollen, oder? Auch die “geringen Gebrauchsspuren” schrecken trotz der Ehrlichkeit doch eher ab. Was ist schon “gering”, was versteht der Anbieter unter Formulierungen wie “alles in Top-Zustand, nur leichte Kratzer”? :crazy:

Schwarze Schafe wird es überall geben, auch wenn ein Unternehmen noch so sehr darauf achtet. Und auf einer Internet-Plattform ist das noch schwieriger, weil man einfach zu leicht seine Identität vortäuschen und von Login zu Login wechseln kann. Wer weiß schon, wer sich hinter dem “Sehfahrer” wirklich verbirgt? Am Ende ist das gar kein Amateurfotograf, sondern nur ein legastenischer Matrose :) )

Fotozubehör für lau Ist das überhaupt zu empfehlen? Können Filter für so wenig Geld überhaupt etwas taugen oder sind das im Grunde bessere Glasscherben? Na, ich werde es demnächst mal ausprobieren und dann hier berichten. Und von der Plastiktüte alias Lichtwürfel ebenfalls.

Apropos Lichtwürfel: Wie kriegt man da eigentlich Licht rein? Von außen natürlich, aber was für Licht nimmt man? Baustrahler und Weißabgleich? Da sieht man wenigstens den Schattenverlauf, den es da ja angeblich gar nicht mehr gibt. Und frieren muss man auch nicht ;)

Armes Deutschland

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P+R steht ja für Park and Ride. Sicher nicht wörtlich für Parken und Reiten, und auch nicht für die zweite Bedeutung von “ride”, fahrradfahren. Aber wen oder was soll ich dabei reiten? Die Straßenbahn, die damit gemeint ist, wird dafür sicher ungeeignet sein :crazy:

Und was heißt eigentlich B+R? Ist das jetzt auch englisch? Bike and Ride? Bike and Rail? Oder denglisch? Bahn and Ride? Oder etwa so richtig deutsch? Bahn und Rad oder Bus und Rad?

Auf jeden Fall eine originelle Ähnlichkeit zu P+R :D