Newsticker

Newsticker gibt es wie Sand am Meer. Besonders zu Fußball- oder Olympiazeiten werden sie in großer Zahl aus dem Boden gestampft, denn schließlich will jeder wissen, wie das eine große Spiel (das ihn/sie gerade interessiert) denn so läuft.

Dass die Nordhessen-Rundschau ausgerechnet zur letzten EM ebenfalls mit einem Newsticker startet, hat allerdings wenig bis gar nichts mit Fußball zu tun. Die NHR berichtet laut Eigendarstellung „über aktuelle Ereignisse und Events aus Kassel und der Region Nordhessen“. Da kommt auch die EM schon mal vor, wie zum Beispiel in dem Artikel von Yasmin Schwarze über zwei Fußballfreunde live beim Deutschlandspiel gegen Italien in Bordeaux.

Seit dem 1. Juli können die Leser der NHR deren Nachrichten via WhatsApp erhalten. Es wird ein kurzer Anrisstext gesendet, verbunden mit einem Link zum Artikel. Wie in der Ankündigung zu lesen ist, bewegt sich das im Rahmen der tatsächlich veröffentlichten Artikel.

Interessierte Leser können sich hier über die wenigen erforderlichen Schritte zur Anmeldung am Newsticker informieren. WhatsApp ist dafür erforderlich, das für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme verfügbar ist.

 

Erkenntnisse

„Nur weil es geschrieben steht, ist es noch lange nicht wahr!“ Es klingt ein wenig nach Goethe, ist aber ein echter Sehfahrer. Die Erkenntnis selbst ist sicher nicht neu und wohl auch nicht zum ersten mal geäußert. Sie trifft übrigens auch auf Kartenmaterial zu.

Das Garmin eTrex Touch 35 ist von Hause aus mit der TopoActive-Karte Europa ausgestattet, einer auf dem Datenmaterial von OpenStreetMap (OSM) basierenden Karte. Mit OSM ist es im Grunde wie mit der Wikipedia: Die Daten werden von unzähligen Freiwilligen erfasst. Dabei sind gelegentliche Fehler fast unvermeidlich. Sie können zwar von anderen Freiwilligen behoben werden, aber dazu muss zunächst einer über genau diesen Fehler stolpern.

Wie sich vor kurzem auf einem Hundespaziergang zum Hangarsteinsee zeigte, gibt es noch einen weiteren Aspekt, den es zu bedenken gilt: die Natur. So kam es, dass das brandneue (und natürlich zuvor aktualisierte) eTrex einen Weg anzeigte, der zwischenzeitlich von der Natur zurückerobert wurde. Im Vertrauen auf die Karte („noch 80 m geradeaus, dann scharf rechts“) standen wir plötzlich inmitten eines Urwaldes. Und mit kurzen Hosen durch ein Feld von Brennnesseln zu waten ist nicht jedermanns Sache.

Doch dank des ansonsten zuverlässigen Kartenmaterials fanden wir nach einem kleinen Umweg doch noch den See und verschafften Tobi so die wohlverdiente Abkühlung.

Zusätzlich sind im eTrex noch angeblich 250.000 Geocaches gespeichert. Aber darüber werde ich ein anderes mal berichten.

Veröffentlicht!

Es ist wohl der Traum eines jeden Künstlers, veröffentlicht zu werden. Den eigenen Namen in der Zeitung zu lesen oder sogar im Fernsehen!

Dass mir das einmal passiert, hätte ich nicht gedacht, bin ich doch nun wirklich kein überaus bekannter Künstler. Wobei die Frage, ob ich überhaupt ein Künstler bin, sicher ebenfalls gestellt werden muss. Wenn wir jemanden fragen, der es eigentlich wissen müsste, dann lautet die Antwort „ja“, denn „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Das soll Joseph Beuys gesagt haben, was er jedoch laut Wikipedia auch nur von SARK übernommen hat.

Sei’s drum, ich bin also ein Künstler. Das belegt übrigens schon mein Personalausweis, in dem seit einigen Jahren „Sehfahrer“ als mein Künstlername steht.

Dieser Tage informierte mich Google Alerts darüber, dass die Süddeutsche Zeitung einen Artikel mit der Überschrift „Sehfahrer“ veröffentlicht hat. Das Wortspiel aus „sehen“ und „fahren“, das ich selbst erfunden habe und dessen klangliche Nähe zum „Seefahrer“ schon manchen irritiert hat, hat es also geschafft. Ich bin in der Zeitung 🙂

Dass es in dem Artikel mitnichten um mich geht, erwähne ich — vor lauter Stolz platzend — lieber nur am Rande. Es ist ja eigentlich auch nicht wirklich wichtig, oder?

 

 

 

Mein 20.000er Tag in Freiheit

Schon früh am ersten Tag wurde ich in die Welt hinaus entlassen, es geschah dem Vernehmen nach morgens gegen 8 Uhr. Ich habe in dem Bauch meiner Mutter schlimme Dinge erlebt, bis hin zu Blähungen und dem permanenten Magengrummeln wegen schwangerschaftsbedingter Hungeranfälle. Wen kümmert’s?

Aber wenn eine Fußball-Größe wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe in’s Gefängnis gehen muss (etwas, das im Grunde jedem rechtskräftig Verurteilten droht), dann nimmt man großen Anteil an dem „armen“ Mann, der sichtlich gebeugt vorzeitig aus der Haft entlassen wird, weil er dort schlimme Dinge erlebt hat. Er wurde beobachtet und beim Tischtennis gefilmt! Das kann schon traumatöse Zustände auslösen, wenn jemand es gewohnt ist, im Rampenlicht des Stadions zu stehen. Eine Kugelschreibercamera, wie erniedrigend! Ein Smartphone der Oberklasse wäre doch das Mindeste gewesen, besser noch gleich die große Camera im Studio!

Mein Gott, der arme Uli Hoeneß!