Doch (k)eine neue Camera

Nein, es lohnt sich wohl vorerst nicht, mir eine neue Camera zu kaufen. Ich hatte ja die Nikon D750 und später dann die D500 ins Auge gefasst, aber inzwischen habe ich eine bessere gefunden.

Besser nicht im Hinblick auf die Optik, nicht auf die Chipgröße oder auf die Geschwindigkeit. Besser aber im Hinblick auf den Immer-Dabei-Aspekt. Es ist mein LG G4.

Ich hatte in den vorletzten Urlaub meinen Camerarucksack mit dem Stativ mitgenommen. Beides kam einmal in zwei Wochen zum Einsatz, bei einem Sonnenuntergang, und die Camera allein noch mal am Hafen, auch bei einem Sonnenuntergang. Im letzten Urlaub war es ähnlich. Das Stativ bleib im Gepäck, die D70 mit dem Tele habe ich einmal benutzt, weil bei dieser Perspektive das Smarty leider nur Digitalzoom zu bieten hat, was Qualität und Auflösung stark reduziert.

Alle anderen Fotos habe ich mit dem G4 gemacht, weil ich das eh immer dabei habe und weil es erstaunlich gute Fotos macht (wie z.B. das Artikelfoto, GPS). Auch Panorama, auch HDRI, auch Video. Und die Einstellmöglichkeiten sind beispiellos, wenn man bedenkt, dass es „nur“ ein Smartphone ist. Also lassen wir das mit der neuen Nikon vorerst, es ist rausgeworfenes Geld.

Lediglich ein paar Aufnahmen von dem wunderbaren Sternenhimmel hätte ich gern mal gemacht. Dafür ist meine aktuelle D70 nicht geeignet, da das Foto trotz ISO 1600 und 30 Sekunden Belichtung schwarz bleibt. Aber dafür über 2000 € ausgeben?

10-jähriges Blogjubiläum

Heute vor 10 Jahren habe ich wohl meinen ersten Blogartikel veröffentlicht. Grund genug für eine kleine Rückblende.

Damals fing alles auf blog.de an. Die Seite und den Account gibt es auch heute noch, aber zwischenzeitlich habe ich alle Artikel von dort auf dieses WordPress übertragen. Mein erster Artikel müsste demgemäß dann Armes Deutschland gewesen sein.

Zehn Jahre sind eine lange Zeit, obwohl es mir noch wie gestern vorkommt, als ich vorsichtig trippelnd meine ersten Schritte mit dem „Bloggen“ machte. Davor hatte ich eine statische Website, die ich mit Microsoft Frontpage lokal erweitert und dann jeweils komplett hochgeladen hatte. Mit HTML auf Du und Du, das war auch eine schöne Zeit. Als dann jedoch HTML immer komplizierter wurde und noch CSS und JavaScript hinzu kamen, hatte ich irgendwann keine Zeit mehr, auf dem Laufenden zu bleiben. Hinzu kam, dass meine HTML-Künste zwar in einem Browser wunderbar aussahen, in einem anderen (wir müssen wohl keine Namen nennen) jedoch absolut grottig. So kam der Entschluss, dieses Feld doch lieber den Profis zu überlassen und mich nur noch auf das Schreiben zu konzentrieren.

Dann kam Typo3, was grundsätzlich eine gute Idee war. Denn es handelt sich um ein Profi-CMS (Content-Management-System) mit sehr guten Anpassungs- und Skalierungseigenschaften. Leider kam damit wieder das Zeitproblem hinzu, denn dies ist ein wahrhaft umfangreiches Konzept. Etwas einfacher war und ist Joomla, das sich sehr gut für strukturierte Websites eignet und dennoch einfach zu administrieren ist. Zuletzt entdeckte ich WordPress, das sich mehr für Blogs eignet, also Websites, bei denen eher fortlaufende Artikel im Vordergrund stehen als Informationssammlungen. Bei WordPress bin ich bis heute geblieben.

Schwankungen

Es gibt Zeiten, in denen die Ideen für Artikel nur so aus mir heraus sprudeln, und andere, wo mir so überhaupt gar nichts einfällt. So war das über die Jahre schon immer, auch wenn ich inzwischen in solchen Blog-Pausen kein schlechtes Gewissen mehr empfinde.

Dieser Artikel ist damit nach längerer Blog-Pause auch der erste, mit dem ich mal wieder starten möchte. So eine Rückblende bietet meinen Lesern und auch mir die Möglichkeit, wieder einen Einstieg zu finden.

Ich werde jetzt jedoch nicht den Fehler machen, anzukündigen, was ich noch alles schreiben werde, denn das ist schon ein paar mal schief gegangen. Was ich „schreiben will“ käme der Sache schon näher 🙂

Da wären zum Beispiel einige Artikel über den neu entdeckten Sport „Wandern mit Hund“. Nachdem meine Tochter sich vor einem Jahr einen Hund zugelegt hat, sind wir des öfteren unterwegs. Bewegung tut uns allen gut, und mein Interesse, das typischerweise auch technischer Natur ist, hat damit auch das Feld „GPS“ und „OpenStreetMap“ entdeckt. Da könnte also demnächst etwas kommen.

Mit etwas Glück schaffe ich es, einen Testbericht über die Garmin vívoactive® HR zu schreiben. Die eine oder andere Taschenlampe und -messer werden vielleicht ebenfalls dazu kommen.

Mal sehen, was die Zukunft bringt. So ein alter Bürohengst wie ich muss sich endlich mal wieder bewegen 🙂

Karte (C) mapquest, OpenStreetMap, Mapbox

Newsticker

Newsticker gibt es wie Sand am Meer. Besonders zu Fußball- oder Olympiazeiten werden sie in großer Zahl aus dem Boden gestampft, denn schließlich will jeder wissen, wie das eine große Spiel (das ihn/sie gerade interessiert) denn so läuft.

Dass die Nordhessen-Rundschau ausgerechnet zur letzten EM ebenfalls mit einem Newsticker startet, hat allerdings wenig bis gar nichts mit Fußball zu tun. Die NHR berichtet laut Eigendarstellung „über aktuelle Ereignisse und Events aus Kassel und der Region Nordhessen“. Da kommt auch die EM schon mal vor, wie zum Beispiel in dem Artikel von Yasmin Schwarze über zwei Fußballfreunde live beim Deutschlandspiel gegen Italien in Bordeaux.

Seit dem 1. Juli können die Leser der NHR deren Nachrichten via WhatsApp erhalten. Es wird ein kurzer Anrisstext gesendet, verbunden mit einem Link zum Artikel. Wie in der Ankündigung zu lesen ist, bewegt sich das im Rahmen der tatsächlich veröffentlichten Artikel.

Interessierte Leser können sich hier über die wenigen erforderlichen Schritte zur Anmeldung am Newsticker informieren. WhatsApp ist dafür erforderlich, das für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme verfügbar ist.

 

Erkenntnisse

„Nur weil es geschrieben steht, ist es noch lange nicht wahr!“ Es klingt ein wenig nach Goethe, ist aber ein echter Sehfahrer. Die Erkenntnis selbst ist sicher nicht neu und wohl auch nicht zum ersten mal geäußert. Sie trifft übrigens auch auf Kartenmaterial zu.

Das Garmin eTrex Touch 35 ist von Hause aus mit der TopoActive-Karte Europa ausgestattet, einer auf dem Datenmaterial von OpenStreetMap (OSM) basierenden Karte. Mit OSM ist es im Grunde wie mit der Wikipedia: Die Daten werden von unzähligen Freiwilligen erfasst. Dabei sind gelegentliche Fehler fast unvermeidlich. Sie können zwar von anderen Freiwilligen behoben werden, aber dazu muss zunächst einer über genau diesen Fehler stolpern.

Wie sich vor kurzem auf einem Hundespaziergang zum Hangarsteinsee zeigte, gibt es noch einen weiteren Aspekt, den es zu bedenken gilt: die Natur. So kam es, dass das brandneue (und natürlich zuvor aktualisierte) eTrex einen Weg anzeigte, der zwischenzeitlich von der Natur zurückerobert wurde. Im Vertrauen auf die Karte („noch 80 m geradeaus, dann scharf rechts“) standen wir plötzlich inmitten eines Urwaldes. Und mit kurzen Hosen durch ein Feld von Brennnesseln zu waten ist nicht jedermanns Sache.

Doch dank des ansonsten zuverlässigen Kartenmaterials fanden wir nach einem kleinen Umweg doch noch den See und verschafften Tobi so die wohlverdiente Abkühlung.

Zusätzlich sind im eTrex noch angeblich 250.000 Geocaches gespeichert. Aber darüber werde ich ein anderes mal berichten.

Veröffentlicht!

Es ist wohl der Traum eines jeden Künstlers, veröffentlicht zu werden. Den eigenen Namen in der Zeitung zu lesen oder sogar im Fernsehen!

Dass mir das einmal passiert, hätte ich nicht gedacht, bin ich doch nun wirklich kein überaus bekannter Künstler. Wobei die Frage, ob ich überhaupt ein Künstler bin, sicher ebenfalls gestellt werden muss. Wenn wir jemanden fragen, der es eigentlich wissen müsste, dann lautet die Antwort „ja“, denn „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Das soll Joseph Beuys gesagt haben, was er jedoch laut Wikipedia auch nur von SARK übernommen hat.

Sei’s drum, ich bin also ein Künstler. Das belegt übrigens schon mein Personalausweis, in dem seit einigen Jahren „Sehfahrer“ als mein Künstlername steht.

Dieser Tage informierte mich Google Alerts darüber, dass die Süddeutsche Zeitung einen Artikel mit der Überschrift „Sehfahrer“ veröffentlicht hat. Das Wortspiel aus „sehen“ und „fahren“, das ich selbst erfunden habe und dessen klangliche Nähe zum „Seefahrer“ schon manchen irritiert hat, hat es also geschafft. Ich bin in der Zeitung 🙂

Dass es in dem Artikel mitnichten um mich geht, erwähne ich — vor lauter Stolz platzend — lieber nur am Rande. Es ist ja eigentlich auch nicht wirklich wichtig, oder?